Für jeden ist es die gleiche Praxis und Erfahrung:

Aus dem Kapitel Bendowa (ein Gespräch über die Praxis des Zazen):

„Dieser Zustand wird nicht durch das eigene Bewusstsein dieser Wesen getrübt, denn in der Stille, ohne willentliches Tun, gibt es nur die direkte Erfahrung (der Wirklichkeit jenseits aller Begriffe).“

„Für jeden ist es die gleiche Praxis und Erfahrung.“

„Wenn aber Wahrnehmen und das Denken mit dieser (unteilbaren) Erfahrung vermischt werden, entspricht dies nicht mehr dem Prinzip der direkten Erfahrung, das jenseits täuschender Gefühle ist. Selbst wenn in der Stille der Geist und die Außenwelt in diese Erfahrung (des Erwachens) hineingehen und wieder aus dem Erwachen herauskommen, geschieht dies im Bereich des Selbst, das sich empfängt und benutzt. Deshalb bewegen (Geist und Außenwelt) kein Staubkorn und beeinträchtigen keine Form, sondern vollbringen das große und weit reichende Werk Buddhas, und sie haben diese tiefe wunderbare Wirkung.“

„Überall dort, wo diese Wirkung sich zeigt, strahlen das Gras, die Bäume, die Erde und der Boden in hellem Licht und verkünden für alle Zeiten den tiefen und erhabenen Dharma. Das Gras, die Bäume, die Hecken und die Mauern verkünden ihn allen Wesen, gewöhnlichen und heiligen, und umgekehrt verkünden ihn alle Wesen, gewöhnliche und heilige, ihn dem Gras, den Bäumen, den Hecken und den Mauern.“

„Die Welt der Bewusstheit des Selbst und die der Bewusstheit der Außenwelt sind ohne Fehl: Beide besitzen schon die Form dieser wirklichen Erfahrung, und wenn sie da ist, erlaubt sie keinen Moment der Nachlässigkeit.“

„So können diejenigen, die praktizieren, spontan erkennen, ob sie im Zustand der Erfahrung sind oder nicht. Genauso wie jemand sagen kann, ob das Wasser warm oder kalt ist, wenn er es benutzt.“

Aus der Paramita der großen Weisheit (Makahannya haramitsu):

(Dogen zitiert:)
„Ein ganzer Körper (ist) wie ein Mund, der im Raum hängt.
Nicht fragend, ob der Wind im Osten, Westen, Süden oder Norden weht,
Für die ganze Welt gleich, lehrt (die Windglocke) Prajna:
Chin Ten Ton Ryan Chin Ten Ton.“

„Wenn wir Körper und Geist benutzen, um Formen zu sehen und Klänge zu hören, ist (dieses Sehen und Hören) niemals wie ein Bild, das sich (ganz) im Spiegel reflektiert, und niemals wie der Mond, der sich im Wasser spiegelt, selbst wenn wir die Formen und Klänge sogleich als Formen und Klänge erkennen. Wenn wir eine Seite erfahren, bleibt die andere im Dunkeln.“

Aus dem Kapitel Keisei sanshiki (Die Stimme des Tales und die Form der Berge):

„Man sagt, dass er (der Laie Toba) in der Nacht den Klang eines Flusses im Tal hörte und zur Wahrheit erwachte.“

Aus dem Kapitel Sansui gyo (Das Sutra der Berge und Wasser):

„Und so solltet ihr den Weg verwirklichen, auf dem euer Selbst dem Selbst (des ganzen Universums) begegnet. Strebt vorwärts und rückwärts und springt vom kraftvollen Weg (der Praxis) aus in die Welt, die sich selbst bis auf den Grund erfährt.“