Das Erwachen verändert den Menschen nicht:

Aus dem Kapitel Genjo koan (Das verwirklichte Universum):

„Das Erwachen verändert den Menschen nicht, so wie der Mond auch das Wasser nicht verändert. Der Mensch behindert das Erwachen nicht, so wie der Tautropfen auch nicht den Himmel und den Mond behindert.“

Aus dem Kapitel Bendowa (Ein Gespräch über die Praxis des Zazen):

„Dieser Zustand wird nicht durch das eigene Bewusstsein dieser Wesen getrübt, denn in der Stille, ohne willentliches Tun, gibt es nur die direkte Erfahrung (der Wirklichkeit jenseits aller Begriffe).“

„Wenn aber Wahrnehmen und das Denken mit dieser (unteilbaren) Erfahrung vermischt werden, entspricht dies nicht mehr dem Prinzip der direkten Erfahrung, das jenseits täuschender Gefühle ist. Selbst wenn in der Stille der Geist und die Außenwelt in diese Erfahrung (des Erwachens) hineingehen und wieder aus dem Erwachen herauskommen, geschieht dies im Bereich des Selbst, das sich empfängt und benutzt. Deshalb bewegen (Geist und Außenwelt) kein Staubkorn und beeinträchtigen keine Form, sondern vollbringen das große und weit reichende Werk Buddhas, und sie haben diese tiefe wunderbare Wirkung.“

Aus dem Kapitel Ikka no myoju (Eine leuchtende Perle):

„Mit der Perle im Besitz solltet ihr niemals daran zweifeln, dass ihr selbst die Perle seid, und dies gilt sogar dann, wenn ihr meint: „Ich kann nicht die leuchtende Perle sein“.“

„Es ist nur eine beschränkte Sicht, wenn ihr euch willkürlich oder unwillkürlich Meinungen bildet, wenn ihr zweifelt, an den Dingen festhaltet oder sie von euch weist. Dies ist nichts anderes als der Versuch, (die Perle) dem eingeengten Verstand anzupassen.“

Aus der Paramita der großen Weisheit (Makahannya haramitsu):

„Aus dem Kommentar: Das Herz-Sutra enthält das wichtigste Prinzip der Buddha-Lehre. Dieses Prinzip – Prajna oder wahre Weisheit – ist eine intuitive Fähigkeit, die alle Menschen haben und im täglichen Leben benutzen, und die sich offenbart, wenn sich Körper und Geist im harmonischen Gleichgewicht befinden.“