Zazen – Sitzen in der Stille

In der Stille ordnen sich die Dinge, Identifikationen lösen sich auf, der Geist wird weit und frei. Im ernsthaften kontinuierlichen Üben entsteht der Weg und das Wunder des Lebens vollzieht sich von Augenblick zu Augenblick.
Zaren hat seine Wurzeln in der Lehre Buddhas. Zen ist jedoch keine Religion, sondern übersteigt die Konfessionen. Stille, Gewahrsein, Präsenz und Achtsamkeit sind weder buddhistisch, noch christlich, noch islamisch, sondern ein allgemein menschlicher Geisteszustand.
Stille ist einfach nur Stille.

Sangha – Weggemeinschaft

Die Basis der Weggemeinschaft ist das Sitzen in der Stille.
In der Stille befreit sich der Herzgeist, der die Individualität der Person als Ausdruck der immanent – transzendenten Wirklichkeit begreift.
Das Sitzen in der Stille ist die tiefste Verbindung, die zwischen Menschen entstehen kann.
Den Herzgeist auch im Alltag und im Miteinander zu leben, braucht die Bereitschaft, sich einzulassen und achtsam miteinander umzugehen.

Dokusan – Einzelgespräch

Ernsthaftes Üben braucht kompetente Begleitung. Dokusan bedeutet geschwisterliche Begleitung auf dem Weg zum Erwachen.
Im echten Kontakt kann der Herzgeist der übenden Person geweckt und gestärkt werden.

I shin den shin – Zen und Koanschulung

In einer SchülerIn – LehrerIn – Beziehung, die in gegenseitiger Freiheit und Integrität eingegangen wird, findet ein kontinuierliches Üben mit der ernsthaften Ausrichtung auf den inneren Weg und eine kontinuierliche Begleitung über Jahre hinweg statt.
Die Stille wandelt und transformiert die Persönlichkeit. In den unterschiedlichen Phasen des Weges braucht es kompetente Begleitung bis zur Weitergabe der Leuchte von Herz zu Herz.